Durchlaufen · Drübergehen · Switchen · Alle Sperrentypen
Sperren im Handball gehören zu den wirkungsvollsten Angriffsmitteln. Als Abwehrspieler gibt es drei Möglichkeiten, damit umzugehen: Durchlaufen (hinter dem Sperrer her), Drübergehen (zwischen Sperrer und Ballführer) oder Umsteigen (Switchen mit dem Kollegen). Diese Übungen schulen das Erkennen und die richtige Reaktion.
Aufbau: 3 Angreifer, 2 Abwehrspieler. Angreifer stellen verschiedene Sperrentypen ein – Abwehr lernt die Reaktion.
Coaching-Cues: 'Sperre früh sehen – nicht warten bis sie steht!', 'Tiefe Grundstellung erleichtert das Durchlaufen!', 'Ansage an den Kollegen vor dem Durchlaufen!'
Aufbau: 2 Angreifer vs. 2 Abwehrspieler + Torwart. Angreifer führen verschiedene Sperrenaktionen aus und schließen ab.
Coaching-Cues: 'Absprache vor der Aktion – nicht während!', 'Nie den Ball aus den Augen verlieren!', 'Abgewehrter Ball = sofort Gegenstoß!'
Verwandte Übungen
Eine legale Sperre: Sperrer steht ruhig mit geschlossenen Beinen, Arme am Körper. Illegal: Sperrer bewegt sich in den Laufweg (Laufsperre), streckt Arme aus, oder kommt von hinten. In der Praxis gibt es viele Grenzfälle – gutes Körpergefühl hilft beim Abwehren unabhängig von der Regelbeurteilung.
Durchlaufen (hinter dem Sperrer) ist besser wenn der Angreifer wenig Platz hat und die Sperre nahe an der 6-Meter-Linie ist. Drübergehen ist besser bei Außen-Sperren oder wenn der Abwehrspieler gut positioniert ist und den direkten Weg zum Ball nehmen kann.
Standardruf: 'Ich geh durch!' oder 'Ich bleib!' – Der Kollege muss den Angreifer dann übernehmen oder loslassen, je nach Vereinbarung. Klare, einfache Sprache ist entscheidend. Im Training Varianten einüben, damit es im Spiel automatisch abläuft.